Wie Fotografieren den Alltag verändert …

Nun, früher ging ich hier so meiner Wege: Im Allgemeinen wusste ich, was ich denn im wesentlichen zu erledigen hatte und das habe ich dann meist auch so gemacht. Heute stolpere ich da ein ums andere Mal über den Tribut, den so ein Hobby, wenn man es denn nun mal hat, by the way und doch ganz selbstverständlich einfordert: Vor ein paar Tagen zum Beispiel, da wollte ich freischneiden. Ich erwähnte es anderenorts bereits: Der Spargel wird nach dem Ausreifen der Beeren geschnitten, um das Wiederaustreiben im nächsten Frühjahr ein wenig zu verfrühen und zugleich den Boden mit dem spärlichen Rest Grünmaterial zu düngen …

Dieses Jahr war dies für mich eine überraschend delikate Angelegenheit: Blühten doch sowohl mitten im Spargel Eschscholzia als auch drumherum Wilde Möhre, Tausend„irgendwas“ und noch ein paar andere leicht erkennbare Wildblumen. Wissend, dass jede von ihnen an einem der wenigen verbleibenden sonnigen und windstillen Tage ganze Heerscharen von fotogenen Insekten lockt, fiel mir die Senserei ganz ungwöhnlich schwer. Also habe ich versucht, so manches Blümlein stehen zu lassen, nur um gelegentlich in einer „freien“ Viertelstunde nachzuschauen, ob sich hier nicht ein weiteres Mal ein Foto machen ließe …

Hatte der gute alte Karl also doch umfassend Recht: das Sein bestimmt das Bewusstsein – selbst da, wo’s weder um Machtfragen noch um die Revolution geht …

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