f wie Fokus

Wer sich in den Kopf gesetzt hat, in der Natur (und dabei unter halbwegs naturnahen Bedingungen) Makro-Fotos zu machen, braucht vor allem eins: viel Licht. Je kleiner die Objekte fotografischer Begierde werden, desto mehr fehlt es selbst im Sonnenschein ganz schnell an genügend ebensolchem. Die Zahl möglicher Kompromisse ist hier gering: Die Belichtungszeit muss kurz bleiben, sonst wird’s unscharf, die Blende muss einigermaßen geschlossen sein, sonst fehlt’s an Tiefenschärfe und die „Film“-Empfindlichkeit kann nur sehr begrenzt gesteigert werden, sonst ist schnell der Hintergrund unansehnlich.

Was mensch zudem immer brauchen kann, ist die freundliche Hilfe des allzeitdienstleistenden Kollegen Zufall. Das Foto der winzigen Blumenfliege ist ein solcher Glücktreffer: Eigentlich war ich dabei, Asiatische Hornissen zu fotografieren, als ich – beim Verstellen eines der Rädchen an meiner Kamera – die etwas weiter entfernte Fliege entdeckte. Bewegen, gar Annähern war – nicht zuletzt wegen der zwischen uns befindlichen Hornissen – weniger opportun, aber diesmal saß mein Modell sonnenbadend dekorativ auf der Kante eines Efeu-Blattes allein im Fokus mitten in einem verschwommenen Grün.

So entstehen dann Bilder, die man beim besten Willen gewollt und geplant kaum hätte hinbekommen können, auch wenn man das Fokussieren immer und immer wieder übt …

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